18 September 2009
Nach Dali reisten wir dann mit dem Bus und fanden nach langem suchen und rumfragen schleißlich auch die Jugendherberge. Als Mittagessen verputzte ich in der Altstadt mein erstes Yaksteak, dazu Käse in Yunnan-Style und Hotpot. Wieso gibt es in Deutschland kein Yaksteak??? Es war fantastisch!!! Im Anschluß besichtigten wir ein großes Kloster in Dali mit sehr schönen alten Pagoden. Ich frage mich allerdings ob das Kloster noch benutzt wird, denn Mönche habe ich auf dem ganzen Gelände keine gesehen.
Am Abend suchten wir in der Altstadt ein Restaurant was nicht für Touristen gebaut wurde. Nach etwa einer 3/4 Stunde wurden wir in einem Hinterhof fündig und starteten eine kleine unfreiwillige Fressorgie. Ich fragte nämlich einfach die Bedienung, was empfehlenswert ist und bestellte alles was er sagte. Das Resultat war ein ganzer Tisch voll mit Essen für 2 Personen. Ganze Fische, Rindfleisch in Pfefferkruste, … lecker!
Auf dem Rückweg lernte Annika dann noch handeln, weil sie Schmuck kaufen wollte. Die Verkäuferin führte uns durch ihr ganzes Haus, bis wir schließlich im Schlafzimmer waren. Dort war das Lager und der Fernseher, wo ihr Vater mit dem Enkelsohn Fernsehen schaute. Nach den schwierigen Verhandlungen waren dann alle Beteiligten glücklich.
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15 Juli 2009
Den Bahnhof erreichten wir dank riskanter Manöver des Taxifahrers. Dank Annikas Wietsicht mussten wir auch auf der Zugfahrtnicht verhungern, weil wir Tonnen an Nahrungsmitteln eingekauft hatten. Die 3 Stunden Aufenthalt in Nanning verbrachten wir mit der Suche nach Mittagessen und einer Durianfrucht. Die Suche nach der Frucht bleib leider erfolglos!
Als weiteren Reiseproviant kauften wir 3 Kekspackungen, Erdnüsse, Drachenfrüchte, Orangen und Kaffeestückchen mit Kaugummigeschmack (bäääääääh). In unserem Zugabteil hatte schließlich jemand eine Durianfrucht dabei. Annika sagte sie riecht leicht nach Erbrochenem aber auch verlockend. Entweder man hasst diese Früchte oder man liebt sie, eine Toleranzschwelle scheint es nicht zu geben.
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15 Juni 2009
Welch eine Freude wenn einen der Wecker um 5 Uhr aus den Träumen reißt. Da muss man durch wenn man die atemberaubenden Reisterassen von Longsheng sehen will. Spätenstens in den Serpentinen war aber jede Müdigkeit verflogen… Auf dem Weg trafen wir dann Gavin, einen Australier, mit dem ich einige Tage in Hongkong auf einem Zimmer wohnte. Die Welt ist klein… Wir hatten uns einiges zu erzählen und freuten uns schon auf den Tagesausflug.
Das Wetter spielte aber leider nicht mit, sondern versteckte das ganze Gebirge im Nebel. Die Hoffnung stirbt zuletzt! Also besuchten wir zuerst ein Dorf der Zhuang Minderheit, welche die Reisterassen bestellen. Nach der Besichtigung des Dorfes gab es dann noch eine kleine Vorführung, wie die Brautwerbung bei den Zhuang funktioniert. Alle hatten dabei ihren Spaß, vor allem die “Freiwilligen” Ausländer die mitspielen mussten. Zum Abschied wurden die Männer beim rausgehen noch in den Po gezwickt. Die unvermeidlichen Souvenirläden im Rücken begannen wir mit dem Auftieg, in der Hoffnung, dass der Nebel sich lichtet.
Viel Freude hatten wir trotzdem mit Gavin, der nicht wusste das wir in Gebirge fahren und dementsprechend nut mit kurzer Hose, T-Shirt und Badelatschen bekleidet war. Auf dem Gipfel sah man keine 20 Meter weit und konnte sich dann auch noch auf den Poskarten anschauen was man verpasst hat.
Da das Wetter in den nächsten Tagen so bleiben sollte rückten wir kurzerhand von unserem Plan ab durch die Dörfer in der Nähe zu reisen und entschlossen uns sofort nach Dali in Yunnan zu reisen. Glücklicherweise ergatterten wir noch Zugfahrtkarten nach Kunming über Nanning für den nächsten Morgen. Die Nacht verbrachten wir in Guilin.
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20 Mai 2009
Heute ging es per pedes auf Wanderschaft in die “Wildnis”. Den Ausgangspunkt erreichten wir bequem mit einem öffentlichen Bus vom Stadtzentrum aus. Im Dorf wurden wir von Grundschülern und einigen alten Frauen begrüßt, die ihre Naturalien an den Mann und die Frau bringen wollten. Nachdem ich die alten Frauen überzeugt hatte, dass wir wirklich keinen Hunger haben musste auch schon wieder verhandelt werden. Insgesamt muss man nämlich den Fluss drei Mal überqueren, wobei man auf die Bambusfloßfährleute angewiesen ist die einen auch gerne alle 200 Meter über den Fluß fahren wollen obwohl es nicht nötig ist. Aber wer will es ihnen verübeln…
Die erste Überquerung geschafft und einen Rabatt für die nächste ausgehandelt begleitete man uns bis zur nächsten Fuhrt die angeblich schon in 400 Metern war. Nach Rückfrage bei einigen Dorfbewohnern war ich dann auch überzeugt, dass diese Überquerung wirklich notwendig war.
Es ist die perfekte Jahreszeit für Wanderungen, weil alles beginnt zu blühen und die Menschen draußen unterwegs sind. Das Wetter war ideal und wir spazierten gemütlich durch die Landschaft, alleine. Man läuft entlang des Flußlaufes der von Karstbergen umrahmt ist und in dessen Tal Wasserbüffel, Schmetterlinge und lustige Enten zu bewundern sind. In einem kleinen Dorf als ich mich mal wieder vergewisserte, dass wir noch auf dem richtigen Weg sind trafen wir einen lustigen Bauern, der uns ganz stolz seine neu gekauften Kuh vorführte.
Die Zeit verging viel zu schnell aber bevor es dunkel wurde trafen wir in Xiping mit seiner schönen Altstadt ein und fuhren von dort mit dem Bus zurück nach Yangshuo.
An unserem letzten Abend hier zauberte der Koch dann noch einmal ein Festmahl mit Zitronenhuhn für Annika, Kürbissuppe, Kokusnusssaft, …Packen mussten wir am Abend weil wir sehr früh zu den Reisterassen aufbrechen wollten. Und unter dem Moskitonetz schliefen sie bis zum Morgengrauen…
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6 April 2009
Nach einem leckeren Frühstück im Hotel liehen wir uns heute zwei Fahrräder aus um zur Drachenbrücke zu radeln. Mit einer kleinen Skizze der Route machten wir uns auf den Weg über holprige kleine Feldwege und Dörfer. An diesem Tag war es schön sonnig und wir konnten die Landschaft voll genießen. Der Weg war sehr schwierig zu finden, aber unterwegs lernte ich eine Frau kennen die auch mit dem Fahrrad unterwegs war. Sie erzählte, dass wir an der Brücke mit ihrem Mann auf einem Bambusboot fahren können wenn wir Interesse haben. Da wir es uns überlegen wollten hatten wir also unsere persönliche Begleiterin, die uns Einfing wenn wir mal vom Weg abkamen.
An der Brücke angekommen lernten wir ihren Mann kennen, der auch sehr freundlich war und und ein gutes Angebot machte. Ich überredete ihn dann noch, dass wir vorher noch zu einem großen Markt in der Nähe fahren, was ihm auch ganz recht war, da er noch etwas kaufen musste.
Märkte sind wirklich sehenswert und es macht immer wieder Spaß zu sehen was dort alles angeboten wird. Nach dem wir alles gesehen hatten und noch einen Snack gegessen hatten fuhren wir zurück zur Brücke. Auf der Abfahrt brachten wir dann Annika noch die “chinesischen Verkehrsregeln” bei.
Dort angekommen wurden wir erst mal ins Haus der Familie eingeladen und erfrischten uns an selbstgezüchteten Pomelos. Unser Fährmann erzählte mir dann noch von seinen Söhnen und seiner Arbeit und lud danach die Fahhräder auf das Bambusboot. Die Fahrt war sehr entspannend und auch bei den Staustufen hatte der Fährmann alles im Griff. Auf halber Strecke ließen wir uns dann aussetzen und fuhren durch winzige Bauerndörfer über die Felder zurück. Müde von dieser langen Tour stärkten wir uns mit leckerem Rindfleisch, Tofu nach Art der pockennarbigen Alten und Eierreis.
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17 März 2009
Eigentlich wäre ich heute nach Deutschland zurückgekehrt, doch das Flugzeug hatte einen Defekt und die Ersatzteile müssen erst aus Deutschland eingeflogen werden. Jetzt stecke ich in Shanghai im Flughafenhotel fest und langweile mich. Um vier Uhr Ortszeit geht es morgen weiter und ich komme gegen 8 Uhr in Frankfurt an. Annika hat noch keine Ahnung, weil sie vor mir abgeflogen ist. Ich werde die Zeit nutzen um Fotos hochzuladen und noch einige unserer Erlebnisse festzuhalten.
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13 März 2009
[Bild nicht gefunden]
In Gulin [Provinz Guanxi] kamen wir um 6.30 an um dann sofort in einen Bus nach Yangshuo zu springen, weil die Reise doch anstrengend war und wir gespannt auf das Hotel waren.
Nach schwierigen Vehandlungen mit einer Taxifahrerin erreichten wir dann unser Domizil und waren hoch erfreut. Es handelte sich nämlich um ein restauriertes Bauernhaus, dass von einer holländischen Familie restauriert wurde. Drei Kilometer außerhalb von Yangshuo in einem kleinen Dorf direkt in der Natur und zwischen Feldern. Wir hatten das Zimmer in der zweiten Etage, mit Blick auf die berühmte Karststeinlandschaft ["Riesenspinne" inklusive].
Am Nachmittag liehen wir uns Fahrräder aus und fuhren zum Mondberg, den wir natürlich bestiegen. Auf dem Weg hatten wir viel Spaß mit rüstigen alten Colaverkäuferinnen.
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13 März 2009
Die Einreise nach China dauerte etwas länger, weil wir zuerst mit der Metro nach Shenzhen fahren mussten um dann dort über die Grenze zu gehen. Es gab keine Probleme und wir ergatterten gleich Hartschläfertickets nach Guilin.
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1 März 2009
Ausschlafen musste heute sein, aber danach streiften wir durch die Gassen der Altstadt und besuchten den ManMo Tempel. Die Menschen in Hongkong sind wesentlich aberglaeubiger als in Festlandchina und die Tempel sind hochfrequentiert und es wird fleissig geopfert und Raeucherstaebchen verbrannt. Der kleine Tempel steht zwischen den Hochhaeusern und ist sehr mystisch. Von der Decke haengen Raeucherspiralen, das Morgenlicht faellt von oben in den Rauchschacht und die Altaere liegen voll mit Opfergaben wie Obst oder sogar Huehnern.
Auf dem Antikmarkt bekam Annika ein schoenes paar Jadeohrringe zu ihrem Geburtstag und suf dem Weg durch die Gassen entdeckten wir ein kleines Wellblechlokal. Davor eine 50 Meter lange Schlange, was auf eine hohe Qualitaet schliessen lies. Mit uns wurde die Schlange dann noch einen Meter laenger, aber nach einer halben Stunde wussten wir wieso die Leute so lange warten. Eine tolle Tomatensuppe mit Gemuese und Fleisch, dazu gab es Toastbrotre mit Honig und Erdnussbutter und zum spuelen eine Zitronensoda.
Gestaerkt schauten wir uns dann einen grossen Markt an, auf dem Fisch, Fleisch, Gemuese und Obst verkauft wurde [auch unsterbliche Fische]. Spaeter schipperten wir mit der Star Ferry fuer 1 EUR durch den Hafen und konnten so von Kowloon auf die Skyline von Hongkong Island sehen.
Stichworte: Hongkong
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1 März 2009
Um 9.30 war es endlich so weit und wir konnten uns in die Arme schliessen. Endlich …
Wir fuhren schnell mit dem Bus in die Stadt und luden das Gepaeck in unserem Minizimmer ab. Danach hatten wir aber beide riesigen Hunger und verschlangen zwei grosse Schuesseln Pho in dem Restaurant das ich entdeckt hatte. Weil Annika doch etwas geschlaucht vom Flug war fuhren wir zum Strand im Sueden der Insel und legten uns auf die faule Haut.
Abends suchten wir im Rotlichtviertel etwas zu leckeres und fanden ein kleines chinesisches Restaurant mit Hausaltar und allerlei Koestlichkeiten. Annika wurde also gleich mal ins kalte Wasser geworfen, schlug sich aber gut mit den Staebchen und fand es sehr lecker.
Nach dem Essen machten wir einen heissen Ritt mit der Peak \-Tram () den Berg hinauf zum Victoria Peak und betrachteten den erleuchteten Hochhauswald von oben.
Stichworte: Hongkong, Reise
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